Presse

- Pressenachricht vom 19.4.2014

Herrenberg: Angelsportverein findet großen Anklang beim Fischverkauf Frischer Fisch am Rande Herrenbergs, zwei Räucherschränke, die pausenlos im Einsatz sind, Freunde des feinen Fischgeschmacks in großer Zahl schon früh am Morgen: Der Gründonnerstag ist der Tag, an dem der Angelsportverein Herrenbergs zum Osterfischverkauf lädt. Viele Käufer kommen immer, viele kamen auch in diesem Jahr: Denn die Schwarzwaldforellen des Vereins sind delikat. Vor Jahren noch, erzählt Peter Maisch, Vorsitzender des Angelsportvereins, lud der Verein nicht dazu ein, die Schwarzwaldforelle zu kaufen und zu Hause zu verzehren, sondern er lud zum Fest. „Unser Verein hat einen Mitgliederzuwachs von zehn Prozent im Jahr“, sagt Maisch. „Aber trotzdem hatten wir zu wenige Hände, um das Fest weiterhin auszurichten.“ Der Verein wechselte die Strategie, aus Fischfest wurde Fischverkauf, der Personalaufwand wurde kleiner. Am Donnerstag arbeiteten neun Mitglieder im Vereinsheim, das an der Ecke Raistinger Straße und Vogelsangstraße liegt. Und der Andrang war dennoch nicht geringer: Kein besserer Tag im Jahr, um frischen Fischanzubieten, als der Tag vor dem Karfreitag. Spontane Fischverkäufe allerdings können misslingen beim Angelsportverein am Gründonnerstag. Maisch schweigt sich aus über die exakte Anzahl der Schwarzwaldforellen, die beim Osterfischverkauf seines Vereins alljährlich über den Tisch gehen. Einiges allerdings steht fest: dass es viele sind, dass die Nachfrage vor allem an geräucherten Forellen sehr groß ist und dass die meisten Fische vorbestellt werden. Um 9 Uhr am Donnerstagvormittag begann der Fischverkauf, gegen 16 Uhr sollte er enden. Wer allerdings nach 11 Uhr kam und sich ohne Vorbestellung eine Räucherforelle wünschte, der konnte schon ein Kopfschütteln ernten. Dennoch lagen die glänzenden Fische noch in großer Zahl auf den Tischen im Vereinsheim und erwarteten ihre Abholung. Sie stammten aus einer zertifizierten Zucht im Eyachtal. „Die frischen Fische, die wir anbieten“, erklärte Maisch, „schwammen heute morgen noch im Wasser“.Der Vorsitzende war schon um 6 Uhr auf den Beinen, um das zu ändern. Frische Fische wünscht allerdings nur ein kleiner Teil der Käufer. Ein noch kleinerer schätzt seine Forelle in einer Gewürzlake. Die Hälfte aller Fischkäufer will geräucherte Ware. Räuchermeister im Angelsportverein ist Johann Ahl. Er stammt aus Russland und stand am Donnerstagvormittag vor den beiden Räucherschränken, die der Angelsportverein von einem Bauern übernommen und modernisiert hat. „Ich habe das mein ganzes Leben lang gemacht“, erklärte er. „Fisch oder Fleisch oder Wurst geräuchert. Ich habe es von meinem Opa gelernt in Russland.“ Der Osterfischverkauf des Herrenberger Angelsportvereins Lockt alljährlich Fischfreunde aus dem ganzen Umfeld Herrenbergs an von Jettingen, Kuppingen, Bondorf, sogar Ehningen kommen sie. Rund 80 Prozent der Fische waren auch in diesem Jahr vorbestellt. Die Einnahmen aus dem Fischverkauf möchte der Verein auch nun wieder in die Pflege und Erhaltung jener Gewässer investieren, in denen seine Mitglieder selbst die Angeln auswerfen. Im Herrenberger Eisweiher angeln sie, in zwei Seen, die im Schönbuch liegen, und in der Ammer. Von Thomas Morawitzky

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